Hapkido

Der Weg der Harmonie

Hapkido stammt aus Korea und ist ein effektiver, defensiver Kampfstil, der an seinen fließenden, kreisförmigen Bewegungen zu erkennen ist.

Hapkido behandelt alle Bereiche des Kampfes: Hebel, Würfe, Hand- und Fußtechniken sind ebenso enthalten, wie der Kampf am Boden und gegen mehrere Angreifer. Dabei kommen sowohl Alltagsgegenstände als auch traditionelle Waffen zum Einsatz.

Die Techniken basieren auf natürlichen Reflexen und folgen gemeinsamen Prinzipien, so dass sie leicht zu erlernen und auch unter extremen Bedingungen anwendbar sind.

Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen schnörkelloser Selbstverteidigung, wettkampforientiertem Kampfsport und tänzerisch-meditativer Kampfkunst.

  • Selbstverteidigung meint körperliche Techniken, mit denen man sich im Ernstfall verteidigen kann. In den letzten Jahren rückt dabei mehr und mehr der Begriff der Selbstbehauptung in den Fokus. Ziel ist es, potentiell körperliche Konflikte ruhig zu lösen, insgesamt sicherer aufzutreten und Zivilcourage zu zeigen.

  • Im Kampfsport stehen die reglementierte sportliche Auseinandersetzung und das spielerische Kräftemessen im Vordergrund. Auf Wettkämpfen sind in der Regel bestimmte, besonders gefährliche Techniken verboten. Im Hwal Moo Hapkido besteht die Annahme, dass Wettkampferfahrung nicht nur dem Selbstzweck dient, sondern zum einen die Fähigkeit, Techniken in einer Selbstverteidigungssituation anzuwenden, entscheidend verbessert und zum anderen ein gutes Feedback über den eigenen Leistungsstand gibt.

  • Der Begriff Kampfkunst rückt das Zusammenspiel zwischen Körper und Geist in den Vordergrund. Atem-, Entspannungs- und Haltungsübungen sind wichtig. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Kampf wird auf dieser höchsten Stufe aus einer gewaltlosen Geisteshaltung heraus entwickelt. Dies geschieht in vielen, kleinen Schritten, bedeutet inneren Wachstum und ist dabei frei von einem esoterischen Überbau.